Konzept der Vereinstätigkeit
1. Allgemeines
Unterzeichnung des Nutzungsvertrages (links: 1. Vorsitzender Peter Alex - rechts: Bürgermeisterin Andrea Staude)
Das Internationale Homöopathiekolleg Torgau wurde am 30. August 2003 in Torgau gegründet und am 6. Oktober 2004 als gemeinnütziger Verein eingetragen. Im ehemaligen Haus des Begründers der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann, wurde seit Oktober 2007 der Verein etabliert. Es ist geplant, die Einrichtung in eine Stiftung zu überführen, um den gemeinnützigen Zweck dauerhaft zu verankern.
2. Aus- und Fortbildung
Um der Homöopathie zu weiterer Verbreitung zu verhelfen ist es zwingend notwendig, dass wir kontinuierlich und auf höchstmöglichem Niveau neue homöopathische TherapeutInnen heranbilden.
Der Lehrbetrieb am Internationalen Homöopathiekolleg Torgau hat am 12. September 2003 mit dem ersten 3-jährigen Ausbildungskurs für klassische Homöopath(inn)en begonnen. Wir arbeiten nach den Kriterien der bundesweit einheitlichen Ausbildungsrichtlinien der Stiftung Homöopathiezertifikat und sind von dieser als Ausbildungseinrichtung zertifiziert. Jedes Jahr beginnt ein neuer Ausbildungskurs.
Ebenso werden für die stetig wachsende Zahl von KollegInnen im regionalen und nationalen Bereich Fortbildungen zu wesentlichen Schwerpunkten der homöopathischen Praxis angeboten.
Der internationale Charakter unseres Kollegs zeigt sich unter anderem
- durch Fortbildungsseminare mit ausländischen Gastdozenten,
- durch die Teilnahme von ausländischen Ärzten am ersten Ausbildungskurs,
- durch gemeinsame Publikationen mit Kollegen aus verschiedenen Ländern.
3. Wissenschaftliche Forschung
Wir pflegen Kontakte zu gleichsinnigen Einrichtungen wie z.B. der Stiftung Homöopathiezertifikat, dem ProLeben-Verbund, Homöopathie ohne Grenzen e.V., der Hahnemannia, der Robert-Bosch-Stiftung, dem Verband Klassischer Homöopathen Deutschlands und zahlreichen internationalen homöopathischen Einrichtungen.
Es ist mittelfristig vorgesehen, regelmäßig Symposien zu veranstalten, die in Zusammenarbeit mit anderen Homöopathie-Einrichtungen aus aller Welt an der Lösung von aktuellen Fragestellungen der homöopathischen Wissenschaft arbeiten. Das erste dieser Art ist das Borreliose-Symposium, das im November 2008 stattfindet.
Unter anderem werden regelmäßig im Rahmen von Seminaren die von Hahnemann eingeführten Verreibungen praktiziert. Ebenfalls werden homöopathische Arzneimittelprüfungen unter Leitung der Dozenten durchgeführt.
Mittelfristig sind Studien zu bestimmten klinischen Fragestellungen geplant. Diese werden in einer ersten Stufe durch die ordentlichen Mitglieder und in einer zweiten auf internationaler Ebene durchgeführt.
4. Öffentlichkeitsarbeit
Die Gründungsmitglieder des Vereins
Internatioanles Homöopathiekolleg Torgau.
Foto: privat
In der regionalen Öffentlichkeitsarbeit werden bereits seit 2004 in mehreren Orten Sachsens, z. B. Torgau, Leipzig, Dresden und Chemnitz, regelmäßig Vorträge für die interessierte Öffentlichkeit angeboten.
Um den ganzheitsmedizinischen Standpunkt auch in die Medien zu tragen, sollen regelmäßig Pressemitteilungen erarbeitet werden, die den Stand der Erkenntnis zur Homöopathie und zu grundlegenden medizinischen Themen wiedergeben. Mehrere Mitglieder unseres Vereines und Dozenten des Internationalen Homöopathiekollegs Torgau e.V. sind publizistisch in der Fachpresse tätig (auch international).
Generell sind HomöopathInnen sehr interessiert, was die Geschichte ihrer Heilkunst und deren frühesten Vertreter angeht. Durch die lange Phase der schwierigen Zugänglichkeit der historischen Stätten der Homöopathie (DDR-Zeit) war das Besuchen dieser Stätten aus der Mode gekommen. Wir wissen aber von vielen in- und ausländischen Kollegen, dass starkes Interesse daran besteht, diese Orte aufzusuchen.
Ravi Roy (Mitte) im Gespräch mit Rocco Kirch
(links) und Peter Alex (rechts)
Foto: privat
Unsere jüngste Veröffentlichung Zu den Ursprüngen der Homöopathie folgt den Spuren der Homöopathie und zeigt drei Routen im Ursprungsland der Homöopathie, die gespickt sind mit einer Vielzahl an Informationen über Homöopathen, frühere Ereignisse und Orte, die auch heute noch Zeugnisse bieten, die für jeden Homöopathen interessant sind. Ein kurzweiliger Reisebegleiter mit vielen Abbildungen, der den Leser nicht nur auf seiner realen Reise, sondern auch auf einer imaginären Reise auf den drei Touren begleitet.
Wir arbeiten daran, Hahnemann sein Haus zurückzugeben, es also wieder dem Zweck zuzuführen, dem er sein ganzes Leben und Schaffen gewidmet hat der Verbreitung der Homöopathie und der Forschung. Um unsere Vereinsziele erfolgreich umsetzen zu können, ist es notwendig, möglichst viele Menschen, die sich der Homöopathie verpflichtet oder verbunden fühlen, als Vereinsmitglieder zu gewinnen.
5. Hahnemann-Haus
Das denkmalgeschützte Hahnemann-Haus aus dem 15 Jh. in der Pfarrstraße 3 ist in die Torgauer Museumslandschaft und in die Stadtführungen des Tourismusbüros Torgau eingebunden. Die Praxis, Aus- und Fortbildung in der Homöopathie im Sinne Hahnemanns, sowie die Verbreitung der Homöopathie stehen im Vordergrund unseres Interesses.
Wir wollen in dem Gebäude nicht die Asche unseres geistigen Ahnen konservieren, sondern die Flamme am Brennen erhalten, die er mit seinem Lebenswerk entzündet hat.
Derzeit besteht ein Schwerpunkt in der Fertigstellung des Dachgeschossausbaues und der Umsetzung eines Entwurfes für eine Dauerausstellung. Für das Frühjahr 2009 steht die Gestaltung der Außenanlagen incl. Garten an.
Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden angewiesen und freuen uns über jede Spende, Mitgliedschaft und aktive Mitarbeit.
Lasst uns gemeinsam das Hahnemann-Haus erhalten und beleben.